Dein erstes Harder-Styles-Festival: Welches passt zu dir?
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Dein erstes Harder-Styles-Festival
In Deutschland, den Niederlanden und Belgien gibt es so viele Harder-Styles-Events, dass du unmöglich alle mitnehmen kannst. Gerade beim ersten Festival ist die wichtigste Frage deshalb nicht „Welches ist das beste Event?“, sondern „Welches Event passt zu mir?“
Mit vier Entscheidungen findest du ziemlich schnell heraus, welche Art von Event für deinen Einstieg am besten geeignet ist.
Indoor oder Outdoor?
Indoor und Outdoor unterscheiden sich vor allem beim Feeling – nicht unbedingt bei der Dauer. Es gibt eintägige und mehrtägige Events in beiden Varianten.
Clubs, Hallen, Lichtshows
Indoor-Events finden in Clubs, Hallen oder großen Event-Locations statt – mal mit einem Floor, mal mit mehreren Areas und unterschiedlichen Genres. Indoor heißt dabei nicht automatisch „ein Abend“: Es gibt auch große Indoor-Events über einen ganzen Tag oder mehrere Tage.
- Das Wetter spielt keine Rolle
- Dunkle Hallen, Laser und ein besonders intensiver Sound
- Kleinere Events: kurze Wege, überschaubare Organisation
Gelände, Mainstages, Sonnenuntergang
Große Festivalgelände, mehrere Stages, Tageslicht, Food Areas und riesige Mainstages. Outdoor bedeutet aber nicht automatisch Camping: Es gibt genauso eintägige Festivals, bei denen du morgens anreist und nachts wieder nach Hause oder ins Hotel fährst.
- Dein Lieblingsartist bei Sonnenuntergang auf der Mainstage
- Camping meist nur bei mehrtägigen Festivals
- Wetter, längere Wege und mehr Planung
Ein Tag oder mehrere?
Die nächste Frage ist nicht, wo das Event stattfindet, sondern wie lange du dort sein willst.
Der einfachste Einstieg
Du bekommst mehrere Stunden oder einen kompletten Festivaltag mit, siehst verschiedene Artists und probierst aus, wie dir die Atmosphäre gefällt. Danach geht es nach Hause oder ins Hotel.
- Kein Camping-Equipment, keine drei Outfits
- Keine drei Tage Energie nötig
- Entspannt herausfinden, ob das dein Ding ist
Komplett eintauchen
Mehr Artists, mehr Zeit und deutlich mehr Stages und Genres – bei Outdoor-Festivals genauso wie bei mehrtägigen Indoor-Events. Kommt Camping dazu, ist das fast ein eigenes Event: Campground-Partys, neue Leute und morgens mit Hardstyle aus dem Nachbarzelt aufwachen.
- Die volle Festival-Erfahrung
- Wenig Schlaf und Duschschlangen
- Wechselndes Wetter, mehrere Tage Belastung
5.000 oder 60.000 Leute?
Die Größe eines Events verändert das Erlebnis teilweise genauso stark wie das Genre.
Kleinere Events
Kürzere Wege, weniger Schlangen und ein persönlicheres Gefühl. Du stehst näher am DJ und triffst dieselben Leute den ganzen Tag immer wieder. Musikalisch sind kleinere Events oft spezialisierter – statt fünf Genres gleichzeitig vielleicht ein ganzer Abend nur Rawstyle, Early Hardcore oder Uptempo.
- Ideal, wenn dir die Musik wichtiger ist als die Show
- Schnell von Stage zu Stage
Große Festivals
Hier geht es auch um das Spektakel: riesige Bühnen, Feuer, Laser, Pyro, Opening-Shows und teilweise zehn oder mehr Areas. Dafür findest du fast die gesamte Bandbreite der Harder Styles an einem Ort.
- Shows, die weit über einzelne DJ-Sets hinausgehen
- Längere Wege und größere Menschenmengen
- Stage-Wechsel dauert schnell 15–20 Minuten – du wirst nicht alles sehen
Welches Genre?
Dieser Punkt wird beim ersten Event gerne unterschätzt. Nur weil irgendwo „Hardstyle Festival“ steht, läuft nicht auf jeder Stage klassischer Hardstyle.
Auf einem großen Event können gleichzeitig Euphoric Hardstyle, Rawstyle, Hardcore, Frenchcore und Uptempo laufen – und zwischen diesen Styles liegen teilweise Welten. Deshalb: Schau dir vor dem Ticketkauf das Line-up an.
Line-up-Check in drei Schritten- Such dir die Stage aus, auf der du wahrscheinlich die meiste Zeit verbringen würdest.
- Pick dir dort drei oder vier Artists heraus.
- Hör dir jeweils ein paar aktuelle Tracks oder Sets an. Gefällt dir der Sound? Dann bist du wahrscheinlich richtig.
Welcher Event-Typ passt zu dir?
Wenn du noch unsicher bist, orientier dich grob an diesen vier Typen:
Erstmal reinschnuppern
Ein eintägiges Indoor-Event oder ein kleinerer Rave. Wenig Planung, kurze Wege und trotzdem das volle Harder-Styles-Erlebnis.
Beispiele in DeutschlandSyndicate (Dortmund) · Toxicator (Mannheim) · Hardshift (München) · Club-Nacht im Bootshaus Köln
Festival-Feeling für einen Tag
Mainstage, Pyro, mehrere Genres und das komplette Festivalgelände – schlafen tust du danach trotzdem im Hotel oder zu Hause.
BeispieleHARDFEST (Enschede) · 7th Sunday (Erp) · Shutdown Festival (Österreich)
Eintauchen ohne Zelt
Ein mehrtägiges Indoor-Event oder ein Festival mit Hotel: mehrere Tage Musik und Party – ohne Zelt, Regen und Campingplatz.
BeispieleReverze · Thunderdome – beide in Antwerpen, beide über zwei Tage
Das komplette Erlebnis
Mehrere Tage, mehrere Stages, Campground und möglichst wenig Schlaf. Das ist die volle Festival-Erfahrung.
Meine Empfehlungen – alle selbst besuchtDefqon.1 · Decibel Outdoor · Intents Festival
Drei Dinge, die fast alle unterschätzen
Die Anreise
Viele der größten Events finden in den Niederlanden oder Belgien statt. Schau nicht nur auf den Ticketpreis: Fahrt, Parkticket, Shuttle, Hotel und eventuell Maut verändern den echten Preis deutlich – und zwischen Parkplatz und Eingang vergeht einiges an Zeit.
Die Dauer
Zehn oder zwölf Stunden fühlen sich vorher nicht lang an – nach Stunden stehen, laufen, springen und tanzen schon. Iss vorher ordentlich, trink genug Wasser und mach Pausen. Du musst nicht jedes Set komplett sehen.
Dein Gehör
Gute Filter-Ohrstöpsel gehören für mich auf jedes Harder-Styles-Event. Sie senken die Lautstärke, ohne die Musik dumpf zu machen – und deine Ohren pfeifen nach dem Festival nicht noch zwei Tage weiter.
Und wenn das Event feststeht?
Dann fehlt eigentlich nur noch das passende Outfit: Oversized Shirts, Hoodies und Accessoires für alle Harder Styles.